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<title>Barr McClellan</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Barr McClellan</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Oliver Barr McClellan</b> (* <a href="12._Dezember" title="12. Dezember">12. Dezember</a> <a href="1939" title="1939">1939</a> in <a href="Cuero" title="Cuero">Cuero</a>, <a href="Texas" title="Texas">Texas</a>) ist ein US-amerikanischer <a href="Unternehmer" title="Unternehmer">Unternehmer</a>, <a href="Rechtsanwalt" title="Rechtsanwalt">Rechtsanwalt</a> und Autor des Bestsellers <i>Blood, Money & Power</i> über das <a href="Attentat_auf_John_F._Kennedy" title="Attentat auf John F. Kennedy">Attentat auf John F. Kennedy</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Barr McClellan lebte 1944 bis 1951 in <a href="Maracaibo" title="Maracaibo">Maracaibo</a> in <a href="Venezuela" title="Venezuela">Venezuela</a>, wo er <a href="Spanische_Sprache" title="Spanische Sprache">Spanisch</a> lernte. 1946 überlebte er in <a href="Mexiko-Stadt" title="Mexiko-Stadt">Mexiko-Stadt</a> einen Flugzeugabsturz. Er machte 1957 sein Abitur an der Jefferson High School in <a href="San_Antonio" title="San Antonio">San Antonio</a> und studierte anschließend an der <a href="University_of_Texas" class="mw-redirect" title="University of Texas">University of Texas</a> in <a href="Austin_(Texas)" class="mw-redirect" title="Austin (Texas)">Austin</a>, wo er mehrere Literaturpreise erhielt und sein Studium mit Auszeichnung abschloss. Als Student war er ein aktiver Unterstützer von Senator <a href="John_F._Kennedy" title="John F. Kennedy">John F. Kennedys</a> Präsidentschaftskandidatur. Nach seiner Zulassung als Rechtsanwalt arbeitete er ab 1964 für die Verwaltung von Kennedys Nachfolger <a href="Lyndon_B._Johnson" title="Lyndon B. Johnson">Lyndon B. Johnson</a>. Zunächst war er Rechtsanwalt und Sekretär für das <a href="National_Labor_Relations_Board" title="National Labor Relations Board">National Labor Relations Board</a>, bald darauf wurde er Anwalt für einen Kommissar der Federal Power Commission.
</p><p>1966 trat McClellan der Anwaltskanzlei von Clark, Thomas, Harris, Denius und Winters in Austin bei. Zur Firma gehörten damals die Partner Edward A. Clark (1906–1992), der 1965 bis 1968 als amerikanischer Botschafter in <a href="Australien" title="Australien">Australien</a> tätig war, Sam Winters, Don Thomas, Martin Harris und Frank Denius. Die Kanzlei war eng mit Lyndon B. Johnson und der <a href="Demokratische_Partei_(Vereinigte_Staaten)" title="Demokratische Partei (Vereinigte Staaten)">Demokratischen Partei</a> in Texas verbunden. Zu McClellans Arbeit gehörten die Beratung der politischen Strategie, Wahlkampfspenden, Medienfragen und Arbeitskämpfe. Er war offizieller Lobbyist für mehrere große Energieunternehmen in Texas. Darüber hinaus war er Moderator der TV-Serie <i>The Law and You</i>.
</p><p>1972 wurde McClellan ein vollwertiger Partner der Kanzlei, kündigte aber nach einem Streit mit Clark und Leon Jaworski und gründete 1977 seine eigene Kanzlei.
</p><p>Seine erste Frau war die texanische Politikerin Carole Keeton Strayhorn, seine Söhne sind <a href="Scott_McClellan" title="Scott McClellan">Scott McClellan</a>, der ehemalige Pressesprecher des <a href="Wei%C3%9Fes_Haus" title="Weißes Haus">Weißen Hauses</a>, und Mark McClellan, der als Direktor des <a href="Medicare_(Vereinigte_Staaten)" class="mw-redirect" title="Medicare (Vereinigte Staaten)">Medicare</a> für die Administration von <a href="George_W._Bush" title="George W. Bush">George W. Bush</a> arbeitete. Zwei weitere Söhne, Dudley McClellan und Bradley McClellan, sind Anwälte in Austin, Texas.
</p><p>McClellan und seine derzeitige Frau Cecile leben in <a href="Gulfport_(Mississippi)" title="Gulfport (Mississippi)">Gulfport</a>, <a href="Mississippi_(Bundesstaat)" title="Mississippi (Bundesstaat)">Mississippi</a>. Die McClellans sind auch Unternehmensberater mit Büros in <a href="New_York_City" title="New York City">New York City</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Attentat_auf_John_F._Kennedy">Attentat auf John F. Kennedy</h2></div>
<p>2003 veröffentlichte McClellan das Buch <i>Blood, Money & Power</i>, das sich gut verkaufte und auch ins Japanische übersetzt wurde.
</p><p>Das Buch basiert auf Aussagen des Unternehmers <a href="Billie_Sol_Estes" title="Billie Sol Estes">Billie Sol Estes</a>, der um 1960 eng mit dem späteren US-Präsidenten <a href="Lyndon_B._Johnson" title="Lyndon B. Johnson">Lyndon B. Johnson</a> befreundet war. Estes hatte bereits 1984 dem <a href="Justizministerium_der_Vereinigten_Staaten" title="Justizministerium der Vereinigten Staaten">Justizministerium der Vereinigten Staaten</a> mitgeteilt, dass Johnson in acht unaufgeklärte Mordfälle verwickelt war, darunter im Mord an Kennedy. Zugleich benannte er Malcolm Wallace, einen Vertrauten Johnsons, als einen der Attentäter. Daneben war – nach der Darstellung von McClellan – auch McClellans ehemaliger Chef Edward A. Clark bei der Planung des Attentats beteiligt. Wie McClellan weiter behauptet, wurde die Ermordung Kennedys durch die Öl-Milliardäre <a href="Clint_Murchison" title="Clint Murchison">Clint Murchison</a> und <a href="Haroldson_Hunt" title="Haroldson Hunt">Haroldson Hunt</a> finanziert. McClellan meint, dass Clark 6 Millionen Dollar erhielt, darunter einen Bonus von 2 Millionen Dollar. McClellan geht auch umfangreich auf die möglichen Motive Johnsons ein, den er als Nutznießer und Hintermann des Mordes an Kennedy darstellt.
</p><p>2003 strahlte der <a href="History_(Fernsehsender)" title="History (Fernsehsender)">History Channel</a> eine Sendung aus, die auf McClellans Thesen basierte. Daraufhin protestierten die ehemaligen <a href="Pr%C3%A4sident_der_Vereinigten_Staaten" title="Präsident der Vereinigten Staaten">Präsidenten</a> <a href="Gerald_Ford" title="Gerald Ford">Gerald Ford</a> und <a href="Jimmy_Carter" title="Jimmy Carter">Jimmy Carter</a> sowie einige ehemalige Mitarbeiter Johnsons scharf gegen die geäußerten Anschuldigungen. Nach einer Überprüfung von McClellans Angaben erklärte der Sender am 2. April 2004, alle Vorwürfe, Johnson wäre in den Kennedy-Mord verwickelt gewesen, seien substanzlos und entschuldigte sich bei <a href="Lady_Bird_Johnson" title="Lady Bird Johnson">dessen Witwe</a> für die Ausstrahlung.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> McClellan ist einer von mehr als zwanzig Personen, die Geständnisse und Aussagen über die wahren Täter des Kennedy-Attentats abgegeben haben sollen. Die meisten davon schließen sich gegenseitig aus.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Historiker Stanley Kutler bezeichnete McClellans Buch als „eine <a href="Parodie" title="Parodie">Parodie</a> auf die Theorien und Annahmen über das Attentat; ganz sicher ist das Geschichte als <a href="Witz" title="Witz">Witz</a>, den sich die Lebenden auf Kosten der Toten erlauben“.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Vincent_Bugliosi" title="Vincent Bugliosi">Vincent Bugliosi</a>: <i>Reclaiming History. The Assassination of President John F. Kennedy.</i> W. W. Norton, New York 2007, S. 925.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">John McAdams: <i>JFK Assassination Logic. How to Think About Claims of Conspiracy</i>. Potomac Books, Dulles, VA 2011, S. 188 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">„a parody of assassination theories and beliefs; surely, this is history as a joke the living play on the dead“. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://hnn.us/article/4504">Stanley I. Kutler: Why the History Channel Had to Apologize for the Documentary that Blamed LBJ for JFK's Murder</a> auf der Webseite von <i>History News Network</i>, Zugriff am 4. Dezember 2013</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bücher"><span id="B.C3.BCcher"></span>Bücher</h2></div>
<ul><li><i>Blood, Money & Power: How L.B.J Killed J.F.K</i>, Hannover House, 2003, ISBN 0-9637846-2-5</li>
<li><i>Made in the USA: Global Greed, Bad Tax Laws and The Exportation of America's Future</i>, Hannover House, 2010, ISBN 978-0963784681</li></ul>
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Normdaten (Person): <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/no2003102234">no2003102234</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlna/01021938">01021938</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/21840926/">21840926</a></span> | </div>
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